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Verfahren und Filter zur Wasserrückführung der Teichschlammsauger

Teichreinigung
Ein System zur Wasserrückführung wird von vielen Teichsauger-Besitzern gewünscht, ist aber technisch nicht einfach zu realisieren. Grund sind die hohen Durchflussmengen bei gleichzeitig starker Wasserverunreinigung. Ein Filter der sehr fein arbeitet, setzt sich schnell zu. Hier finden sie eine Erläuterung zu den einzelnen Begriffen und Verfahren der Wasserrückführung bei der Teichreinigung.


Wasserrückführung über Bogensiebfilter
Teichsauger Wasserrückführung

Eigenschaften eines Filters zur Wasserrückführung

Filterschärfe
Mit dem Begriff  „Filterschärfe“ wird die Feinheit des Filtermediums beschrieben. Gemeint ist Durchlassöffnung oder Maschenweite. Da sich die Werte im Mikrometerbereich bewegen ist mµ die gängige Größenordnung. Damit ist ein tausendstel Millimeter gemeint. Zur besseren Vorstellung: 10mµ = Feinststaub, 30mµ= Tonpartikel/Lehm, 60mµ= menschliches Spermium, 100 mµ= Haardicke.
Je feiner das Filtermedium, desto klarer wird das gefilterte Wasser.
Dieser Zusammenhang verleitet dazu, den Filterschärfe-Wert als absoluten Maßstab bei der Auswahl eines Wasserrückführung-Systems zu nehmen. Ganz so einfach ist es nicht. Es gibt weitere Einflussgrößen, die den Wirkungsgrad eine Wasserfilters bestimmen. Zunächst ist die Filterschärfe nur eine Momentaufnahme. Wenn sich das Gewebe dehnen kann, vergrößert sich die Maschenweite. Die Filterschärfe geht vom mµ Bereich bis in den Millimeter-Bereich. Umgekehrt legen sich Partikel auf die Filterfläche und die Filterschärfe nimmt während der Betriebszeit immer weiter zu. Filtergewebe wie z.B.Vlies lagern organische Stoffe in den Fasern an und verstopfen . Die Verschmutzung lässt sich nicht mehr vollständig  ausspülen.

Position des Feinfilters
Jeder Teichsauger bzw. die eingebaute Pumpe ist saugseitig schwächer als ablaufseitig. Durch die zum Teil deutlichen Druckunterschiede ist es ratsam einen Feinfilter immer am Pumpenausgang anzuschliessen. Zwar wäre es einfacher den Vorfilter mit einem feinen Filtereinsatz zu versehen. Dies hat jedoch eine spürbare Minderung der Saugleistung zu Folge, da sich der Feinfilter schnell zusetzt. Am Besten ist eine zweistufige Filtrierung. Saugseitig ein Grobfilter als Vorabscheider und druckseitig ein Feinfilter zur Partikelseparation zwecks Wasserrückführung.

Aufnahmekapazität
Ein weiteres Kriterium ist die Aufnahmekapazität. Was nützt der feinste Filter, wenn man ihn schon nach kürzester Zeit reinigen muss?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Aufnahmekapazität eines Filters zu erhöhen. In Kartuschenfiltern wird das Filtergewebe im Zickzack gefaltet. Dadurch kann auf kleinem Raum eine Filterfläche von oft über 20 m² untergebracht werden. Durch eine gezielte Düsen-Spülung wird z.B. in Trommelfiltern das Filtermaterial von Verstopfungen freigehalten. Oder durch eine geschickte Materialwahl lassen sich auch einfache Filtersäcke mit einer hohen Aufnahmekapazität versehen. Das Material muss so beschaffen sein, dass die Schmutzpartikel an dem Gewebe abgleiten. Dann reicht schon der der normale Wasserstrom als Spülung um eine relativ hohe Beladung zu erreichen.

Reinigungszeit
Eine hohe Aufnahmekapazität ist nur dann von Vorteil, wenn dem keine lange Wartungszeit zur Wiederherstellung der Filterfunktion entgegensteht. Ein Kartuschenfilter mit großer Filterfläche hat eine gute Standzeit von 10-20 Minuten. Das Demontieren des Filters und die Spülung der Filterlamellen dauert jedoch vergleichsweise lange. Etwa 5-10 Minuten. Ein Filtersack dagegen setzt sich schneller zu, ist aber auch innerhalb 1-2 Minuten entleert und erneut einsatzbereit.
Es gibt in der Teich- und Pooltechnik die unterschiedlichsten Wasserfilter. Hier eine Beurteilung inwieweit sich diese Filter für die Wasserrückführung eignen.

Filtermethoden zur Wasserrückführung


Schwammfilter
Schmutzpartikel reichern sich in den gestaffelten Schwammreihen an. Die Partikel werden durch die großen Poren nicht vollständig zurückgehalten. Sie werden lediglich im Fluss gebremst und wandern langsamer durch die Filterstrecke. Nach einiger Zeit ist die Barriere überwunden und der Schmutz wird in den Teich gespült. Die Reinigung der Schwämme ist zeitaufwendig. Der Filter ist durch die notwendige Baugröße unhandlich.

Sandfilter
Mit einer Füllung aus feinem Quarzsand erreichen Sandfilter eine hohe Filterschärfe. Dies verlockt dazu den Filter als Endstufe zur Wasserrückführung einzusetzen. Die schlammigen, organischen Verschmutzungen von abgestorbenen Fadenalgen lagern sich aber nicht im Filtermedium an, sondern bilden sofort eine Sperrschicht auf dem Filterbett. Der Betriebsdruck schnellt in die Höhe und der Teichsauger muss abgestellt werden. Impellersauger können durch den hohen Druckaufbau  unter Umständen die Belastungsgrenze des Filters überschreiten.

Biofilter
Aus Unkenntnis wird häufig die biologische Klärzone als Schlammfilter zweckentfremdet. Während des Teichsaugens sieht diese Methode sehr erfolgversprechend aus. Es kann ohne Wasserverlust gesaugt werden und es gibt nur eine ganz schwache Eintrübung. Das böse Erwachen kommt einige Tage später. Die Mikroorganismen sind im Schlammwasser erstickt und die Filterfunktion bricht zusammen. Es dauert Wochen bis Monate, bis der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt ist.

Bogensiebfilter
Das Schmutzwasser wird  über ein steiles, gebogenes Spaltsieb oder Gitterwebe geleitet. Partikel größer als 200-300 mµ werden abgetrennt und bleiben auf dem Bogensieb liegen. Der Bogensiebfilter eignet sich hervorragend um Fadenalgen abzusaugen und zu entfernen. Für feine Schwebstoffe ist er wegen der geringen Filterschärfe weniger zu gebrauchen. Die Eintrübung des zurückgeführten Wassers ist deshalb noch recht hoch.

Kartuschenfilter
Die hohe Trennschärfe und die große Filterfläche machen einen Kartuschenfilter für die Teichreinigung interessant. Leider dauert die Filterwartung 5-10 Minuten. Die langen Unterbrechungen verhindern einen schnellen Arbeitsfortschritt. Gut geeignet ist der Filter in zusammenarbeit mit Teichrobotern, die über einen Schlauchanschluss verfügen. Der Bodenmulm wird besser herausgefiltert als bei Reinigungsrobotern mit eigener Filterkassette.

Trommelfilter
Diese Bauweise gehört zur aufwendigsten Filtertechnik, die derzeit für Teiche angeboten wird. Eine rotierende Trommel ist mit einen sehr feinen Gewebe bezogen. Damit sich keine Partikel anlagern können wird das Gewebe permanent über Sprühdüsen gereinigt. Das Ganze sieht aus wie eine Waschmaschine ist aber viel teurer. Der Trommelfilter ist ein gutes Beispiel dafür, wie hoch der technische und finanzielle Einsatz werden kann, will man ein sehr gutes Filterergebnis erreichen.

Vliesfilter
Bevor der Trommelfilter aufkam, war der Vliesfilter das Maß der Dinge. Auch er hat seinen Preis. Wie gut das Filterergebnis ausfällt hängt von der Abstimmung ab. Es gibt Vliese in verschiedene Dichten. Die Fördergeschwindigkeit muss der Verschmutzung und dem Wasservolumen angepasst sein. Das sich der Verschmutzungsgrad des angesaugten Wasser permanent ändert, ist eine elektronische oder mechanische Steuerung zweckmässig.

Feinfiltersack
Durch die spezielle Auslegung von Filterschärfe, Fassungsvolumen und Materialeigenschaften erzielt der Feinfiltersack ein sehr gutes Ergebnis bei vergleichsweise geringen Anschaffungskosten. Der Filtersack wird innerhalb der Dichtfläche des Teiches ausgelegt. Ein druckstarker Teichsauger ist von Vorteil. Durch die Kopplung von zwei Säcken mit einem Regulierventil wird ein flüssiges Arbeiten ermöglicht.



Anwendungsbeispiel

Der Feinfiltersack in doppelter Ausführung mit einem regulierbaren Verteiler als Wasseranschluss.

Filter zur Wasserrückführung finden sie im Shop unter http://topteich.de/teichsauger-vorabscheider-wasserrueckfuehrung


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