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Die Teichreinigung -Tipps zur Vorgehensweise und der Fehlervermeidung

Teichreinigung
Teichreinigung mit echtem Schlammsauger
Mit einem technisch ausgereiften Teichsauger ist die Teichreinigung leicht und in kurzer Zeit durchzuführen. Dennoch lässt sich die Vorgehensweise weiter optimieren, wenn man die folgenden Tipps berücksichtigt. Das gilt auch für die Hinweise zur Fehlervermeidung.

Mit dem Kescher vorarbeiten
Im Frühjahr und Herbst fallen die größten Schmutzmengen an. Durch Laubfall und Einwehungen baut sich mitunter eine dicke Bodenschicht auf. Solange das organische Material noch genug Festigkeit besitzt, sollte man es mit einem stabilen Kescher aus dem Wasser holen. Das geht schneller und vor allem ohne Wasserverlust als mit einem Teichschlammsauger. Da mit dem Kescher Mulm aufgewirbelt wird, kommt es  zwangsläufig zu Eintrübungen.  Es ist ausreichend Wartezeit einzukalkulieren, damit sich die Sedimente wieder setzen können (einige Stunden).
Die richtige Schlauchauswahl treffen
Je kürzer der Saugschlauch, desto besser ist die Saugkraft. Oft stehen zwei unterschiedliche Schlauchlängen für die Saug- und Ablaufseite zur Verfügung. In diesem Fall sollte immer der längere Schlauch für die Abwasserableitung benutzt werden. Bei Turbinen-Schlammsaugern fällt der Schlauchwiderstand stärker ins Gewicht als bei Impeller Teichsaugern. Deshalb ist es hier besonders wichtig neben einem kurzen Saugschlauch auch auf einen großen Schlauchquerschnitt (D50) zu achten. Das gilt nicht in gleichem Maße für den Ablaufschlauch, denn jeder Teichsauger ist auf der Saugseite schwächer als auf der Druckseite. Schläuche mit einem großen Schlauchquerschnitt sind leider auch deutlich unhandlicher, deshalb sollte man nur bei entsprechender Notwendigkeit auf sie zurückgreifen.
Die passende Saugdüse wählen
Es kann die Arbeit erheblich erleichtern wenn spezielle Saugdüsen für die unterschiedlichen Teichzonen eingesetzt werden. Der Mulmtrichter eignet sich besonders für die Kiesflächen, die Sauglanze für den dichtbewachsenen Pflanzbereich, die Bodenbüste für glatte Boden- und Wandflächen, eine Pinselbürste bei festsitzenden Belägen etc. Auch innerhalb einer Saugdüsenart kann es bauliche Unterschiede geben, die das Vorankommen beim Teichsaugen beeinflussen. Z.B. Ist bei einer Bodenbürste ein hohes Eigengewicht von Vorteil oder Zusatzaustattungen wie Entlastungsventile oder seitliche Bürstenreihen für die Wandecken.
In zwei Durchgängen arbeiten
Wird mit einer Wasserrückführung gearbeitet, kann man die Zwangspausen für die Entleerung reduzieren. Ein erster, schneller Durchgang wird ohne Wasserückführung durchgeführt. Das Schmutzwasser läuft in den Kanal oder die Rabatten. Dann ist der gröbste Dreck entfernt und man kann in aller Ruhe mit der Wasserrückführung arbeiten und den Restschmutz aufnehmen.
Festsitzende Folienbeläge entfernen oder abwarten?
In frisch angelegten Teichen kann nach der anfänglichen Grüntrübung ein festsitzender grüner Belag verbleiben. Unsere Empfehlung: man sollte nicht versuchen den Belag mit der Bürste zu entfernen, sondern dem Teich noch etwas Zeit  lassen. Sobald sich die Nährstoffkonzentration auf ein niedriges Niveau verringert hat, stirb der Belag ab und wird zu einem losen Gebilde. Dies kann ohne Kraftanstrengung mit dem Teichsauger entfernt werden. Andere festsitzende Beläge können durch Kieselalgen oder Blaualgen verursacht werden. Bei diesen Belägen hilft kein Abwarten. Solche Algenbeläge sind zäh, aber lassen sich einigermaßen gut mit einer Pinselbürste lösen. Durch die kleine Bürstenfläche ist die punktuelle Andruckkraft höher als bei einer breiten Bürste. Treten die Beläge häufiger auf, lohnt sich die Anschaffung eines Motorschrubbers mit einer rotierenden Bürste.
Mit ruhigen Bewegungen arbeiten
Ein Teichsauger darf nicht wie ein Staubsauger gehandhabt werden. Schnelle hektische Bewegungen sind tabu. Um möglichst wenig Mulm aufzuwirbeln, sollte das Teichsaugen mit meditativer Gelassenheit durchgeführt werden. Dann kann die Bürste viel Sediment erfassen ohne es wegzuschieben oder im Wasser zu verteilen. Lässt man sich auf das ruhige Arbeiten ein, wird man es bald als angenehm empfinden.
Den Wasserverlust ausgleichen
Haushalte bei denen die Wasserwerke viel Phosphat im Leitungswasser aufweisen, sollten einen Wasserverlust möglichst durch Regenwasser ausgleichen. Sonst kann es zu erneuten Algenwachstum kommen. Wird im Wetterbericht der Anzug eines größeren Regengebietes gemeldet, kann der Vortag zur Teichreinigung genutzt werden.  Es ist allerdings zu beachten, dass Regenwasser  keine Mineralien enthält. Es kann nach einiger Zeit notwendig werden, dem Teich Härtebilder zuzuführen.
In welchen Intervallen muss der Teich gereinigt werden?
Wie oft der Teich gereinigt werden soll, kann nicht pauschal beantwortet werden. Das hängt von dem persönlichen Empfinden und der Qualität der Filteranlage ab. Sicher ist jedoch eines: Wer zu lange wartet, erschwert sich die Arbeit. Das ist wie mit dem Rasenmähen. Bei regelmässiger Pflege ist die Arbeit schnell getan. Wartet man bis aus dem Rasen eine Wiese geworden ist, muss man sich jeden Meter erkämpfen. Also lieber einmal zu oft saugen, als abzuwarten bis sich eine dicke Schlammschicht bildet.

Welche Fehler sollte man bei der Teichreinigung vermeiden?

Undichtigkeiten in den Anschlüssen ignorieren
Ein weitgehend dichtes Saugsystem ist die Vorraussetzung , dass der Teichschlammsauger seinen maximalen Unterdruck aufbauen kann. Ansonsten lässt die Saugkraft nach.  Bei allen Verbindungstellen können geringe Mengen Nebenluft eintreten. Insbesondere die Vorfilter lassen im Bereich der Rundschnur Luft durch. Dennoch sollte man auf das Vorhandensein aller Dichtungen und den festen Sitz der Verschraubungen achten. Bei undichten Storz Kupplungen die Dichtungsringe etwas aus der Klemmfuge ziehen. Dann liegen die Stirnflächen wieder aufeinander.
Die Wandbürsten als Schrubber verwenden
Die breiten Wandbürsten sind dazu gedacht den lose aufliegenden Belag zum Boden zu schieben. Sie eignen sich weniger als Schrubber, auch wenn sie ähnlich aussehen. Durch die lange Telestange wirken große Hebelkräfte auf die Telestangenaufnahme. Bruchschäden sind daher nicht selten, aber nicht durch die Gewährleistung abgedeckt. Auch kann durch zu starken Andruck die Folie aufgerauht werden. Belagbildende Algen würden auf einer angerauhten Folie einen besseren Halt finden.
Den Teichsauger falsch aufstellen
Teichschlammsauger mit geringer Unterdruckleistung (Turbinensauger oder Kreiselpumpen) verlieren schnell an Saugkraft, wenn sie zu hoch über der Wasseroberfläche stehen. Schon bei einem Meter über der Wasseroberfläche kann sich die Saugkraft halbieren. Auch sollte der Schlammsauger nicht ungesichert sehr dicht am Teichrand stehen. Man arbeitet nicht selten mit dem Rücken zum Teichsauger. Zieht man am Schlauch um die letzte Ecke des Teichbodens zu erreichen, kann das Gerät ins Wasser fallen. Das hat regelmäßig einen Totalschaden des Motors zur Folge.
Den Kescher überfüllen
Der Bodenkescher hat ein tiefes Netz und lässt sich dadurch besser anfüllen, wenn man ihn über den Teichboden schiebt. Allerdings sollte man das Volumen nicht vollständig ausnutzten und den Kescher dadurch überfüllen. Auch verkleben Faden- und Schmieralgen das Netz. Hebt man den Kescher ruckartig an, kann das Wasser nicht schnell genug abfließen . Durch das noch hohe Gewicht kann es zu Bruchschäden kommen. Besser ist es, den Kescher nur langsam anheben und dann dicht über der Wasseroberfläche zu sich heranzuziehen, indem man an der Telestange weiter nach vorn greift.
Den Vorfiltersack/-korb überfüllen
Leider haben wir immer wieder Kunden, die versuchen man den kompletten Bodenschmutz einer Frühjahrsreinigung des Teiches in einem 3 Liter Filtersack unterzubringen. Wenn der Filtersack dann irgendwann platzt, wird sofort ein "Materialfehler" des Filtersackes unterstellt. Ist man noch nicht mit dem Teichsauger uns seiner Vorfilterkapazität vertraut, empfehlen wir den Füllstand zu Anfang mehrmals zu kontrollieren. Dann bekommt man ein Gefühl dafür, wie schnell sich der Filter füllt. Wurde viel Laub angesaugt, kann der Vorfilterkorb frühzeitig undurchlässig werden. Das liegt daran, dass sich die Blätter an der Gitterwand anlegen und die Öffnungen verschliessen.
Den Feinfiltersack zur Wasserrückführung zu spät entleeren
Was für den Vorfilter gilt, trifft auch für den Feinfiltersack zur Wasserrückführung zu. Das Klettband springt bei Überdruck auf, bevor die Nähte Gefahr laufen zu platzen. Der ganze angesaugte Algenschmutz spült dann in den Teich zurück und man muss wieder von Vorne anfangen. Es ist besser den Saugvorgang zu unterbrechen, bevor der Filtersack zu prall wird.
Den Teichsauger nicht vor Nässe schützen
Auch wenn ein Teichschlammsauger Wasser ansaugt , hat er selbst kein wasserdichtes Gehäuse. Bei der Filterentleerung ist es nicht immer zu vermeiden, dass auch der Pumpenmotor verschmutzt. Diesen sollte man niemals mit einem Wasserstrahl sauberspritzen, sonst kann unbemerkt Wasser bis in den Motor-Innenraum eindringen. Der Teichschlammsauger ist immer  trocken einzulagern und vor Kondenswasserbildung schützen. Ein offener Unterstand reicht nicht aus.  Vor allen Dingen darf der Schlammsauger nicht ins Wasser fallen lassen. Sobald Wasser eindringt, kann man ihn nicht mehr trocken legen. Durch das Wasser korrodiert die Motorwicklung und eine Reparatur ist nicht mehr möglich. Der Pumpenmotor muss ersetzt werden. Wasserschäden fallen nicht unter die Gewährleistung, da dies keinen Gerätefehler darstellt, der bei der Auslieferung vorhanden war.
Die Kunststoffteile des Saugzubehörs im Freien lagern
Das Teichsaugerzubehör ist in der Regel aus Hartkunststoff. Durch Bewitterung und UV-Strahlung altert ein solcher Kunststoff unverhältnismäßig schnell. Besonders anfälligt sind hoch belastete Bauteile, wie der Telestangenhalter an den Saugdüsen oder Kescher. Man sollte das Zubehör deshalb nicht offen im Aussenbereich liegen lassen, sondern geschützt unterbringen wenn es nicht genutzt wird.
Copyright Glenk Teichbautechnik e.K.
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