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Dem Teichbecken die richtige Form geben

Teichbau
Teichbecken Erdbau
Vor Beginn der Baggerarbeiten sollte unbedingt  geklärt sein, wie Kanal- und Versorgungsleitungen im Grundstück verlaufen. Bei größeren Teichanlagen wie z.B. einem Schwimmteich werden große Erdbewegungen notwendig. Im Eigeninteresse ist es sinnvoll und sicherer ein Tiefbau oder Gartenbau Unternehmen mit dem Beckenaushub zu beauftragen. Auch wenn die Miete eines Minibaggers auf den ersten Blick günstiger erscheint. Es können unerwartete Probleme auftreten, die ein Profi besser bewältigt. Dazu gehören Bodenabbrüche am Teichrand durch falsch eingeschätzte Tragfähigkeit oder große Steine/Findlinge im Erdreich.
Die Teichtiefe und-breite
Gartenteiche sollten eine Tiefe von 100-120 cm aufweisen. Sollen Fische eingesetzt werden, können diese  problemlos überwintern. 150-180  cm ist eine empfehlenswerte Wassertiefe für ein Schwimmteich und Koibecken. Bei dieser Tiefe ist eine gute Erreichbarkeit während einer Teichreinigung gegeben. Früher Schwimmteiche tiefer gebaut um das Wasservolumen zu vergrößern und das aufwirbeln von Mulm zu unterbinden. Dazu kommt, dass ich ein tieferer Teich langsamer erwärmt. Allerdings: Die Empfehlungen zu einer Schwimmteich-Tiefe von 2,50-3 m stammen aus einer Zeit, in der die Filtertechnik noch nicht weit entwickelt war. Mit einer mechanisch-biologischen Filteranlage, die eine komplette und systematische Wasserreinigung umfasst, kann man Schwimmteichbecken flacher bauen. Dadurch lassen sich alle Zonen bequem mit einem Teichschlammsauger erreichen. Für Schwimmteiche, die als solche häufig genutzt werden sollen, ist eine Breite von mindestens 400 cm zweckmäßigt. Dann können sich zwei Schwimmer kontaktfrei passieren.
Teichgroeße
Das Teichbecken ausformen und den Teichrand nivellieren
Die Seitenwände des Beckens müssen aus Stabilitätsgründen geneigt sein. Sonst kann während des Teichbaus Erde abbrechen und abrutschen. Das ist nachträglich nur schwierig wieder aufzubauen. Je nach Bodenart kann der Böschungswinkel unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich gilt: Je fester und bindiger der Boden ist, desto steiler darf die Wand ausgeführt sein. Der Böschungswinkel sollte im Normalfall zwischen 45-60° liegen. Womit sich die Unterkante um 70-100 cm zur Oberkante versetzt. Flachere Ausmuldungen erzeugen weniger Falten in der Folie als steil abfallende Becken.
Eine Terrasse oder eine umlaufender Ebene in 60-80 cm Tiefe verbessern die Zugänglichkeit des Beckens. Es berücksichtigt, dass die Folie durch den Biofilm rutschig wird. Auch Reinigungsarbeiten werden durch diese begehbaren Ebenen erleichtert.

Mit dem bloßen Auge ist nicht zu erkennen ob der Teichrand überall auf gleicher Höhe verläuft.
Am einfachsten ist das Einmessen mit einem Laserpointer auf einem Stativ. Rund um den Teichrand werden Pflöcke eingeschlagen auf der die gleiche Höhe markiert wird. Danach lässt sich sicher erkennen, ob an einigen Stellen die Teichkante angefüllt oder abgetragen werden muss. Der Teichrand sollte ca. 10 cm über dem höchsten Wasserstand liegen. Diese Überhöhung dient dem Wellenschlagschutz.
Die Kapillarsperre am Beckenrand erstellen

Eingeschwemmte Nährstoffe sind eines der häufigsten Ursachen von Algenproblemen. Auch ein verstärkter Wasserverlust durch die kapillare Saugkraft des Erdbodens muss ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund kommt der Ausbildung des Teichrandes eine besondere Bedeutung zu.
Mit einer „Kapillarsperre“ wird eine klare Abgrenzung zwischen dem Becken und dem angrenzenden Gelände erreicht. Voraussetzung ist das vorangegangene genaue Einmessen der Höhe der Teichkante. Es gibt verschiedene Methoden einen Teichrand als Kapillarsperre zu erstellen. Gebräuchlich sind Betonkantensteine oder Kunststoffbahnen aus PE in Verbindung mit Befestigungspflöcken.
Eine preiswerte und gut funktionierende Möglichkeit ist die Verwendung von flexiblem DN100 Dränagerohr. Das Rohr passt sich harmonisch der Teichkontur an und wird mit Draht und Erdnägeln am Boden fixiert. Zudem besteht die Möglichkeit ankommendes Oberflächenwasser an geeigneter Stelle gezielt abzuleiten. Bei einer wirkungsvollen Kapilarsperre wird die Folie s-förmig über die Randerhöhung gelegt. Das Folienende wird passend zugeschnitten und zeigt zum Himmel. Der Zwischenraum wird mit Kies gefüllt oder es werden Pflastersteine als Mähkante eingesetzt.


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