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Verschiedene Mörtelrezepturen zum Bau von Kunstfelsen

Artlake

Der Vollständigkeit halber sind hier einige der bekanntesten Mörtelmischungen für den Bau von Kunstfelsen aufgeführt.

Klassischer Zementmörtel

Mörtel wurde vor mehr als 2000 Jahren von den Römern erfunden und war ein wesentlicher Grundwerkstoff der imposanten Bauwerke, die seinerzeit erstanden. Zementmörtel ist ein universeller Baustoff, dessen extreme Bindungskraft und Witterungsbeständigkeit die Zeit überdauert. In der Umgangssprache werden Mörtel und Beton oft als Synonyme verwendet. Das nicht ganz korrekt: Der Grundstoff beim Mörtel ist Sand, beim Beton jedoch auch Kies. In der Herstellung von Zement wird Kalkstein und Ton als Ausgangsstoff verwendet. Das kann im Teichbau zu Problemen wie Kalkausblühungen und hohe Alkalität führen. Häufig wird dann Traßzement verwendet. Durch diesen Zuschlagstoff  wird die Gefahr von Kalkausblühungen vermindert, jedoch nicht gänzlich beseitigt.
Verwendung:
Als Tragschicht bei der Oberflächenbeschichtung der Teichfolie, speziell in begehbaren oder lasttragenden Bereichen. Für den Grundaufbau von künstlichen Felsen, um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten.
Rezeptur:
Eine Zementmörtel Mischung für Kunstfelsen sollte  grundsätzlich zwei Anforderungen erfüllen. Erstens, ein Maximum an Festigkeit und zweitens eine sehr gute Modelierbarkeit. Trasszement verringert die Neigung zu Kalkausblühungen, weisser Zement lässt sich besser einfärben. Zementmörtel wird nicht automatisch stabiler indem man den Anteil an Zement erhöht. Zement braucht ein Aggregat das es verbinden kann. Das ist der Sand. Die stabilste Mischung ist ein Verhältnis von 1 Teil Zement auf 3 Teile Sand. Die Modellierbarkeit lässt sich durch Zuschläge wie Dispersionen, Flugasche oder Silikastaub verbessern. Zusätzlich können Farbpigmente eingemischt werden, um einen gewünschten Grundton zu erzeugen.
Zement, Sand und Zuschläge werden in trockenem Zustand vermischt. Das kann je nach Umfang des Projekts sehr anstrengend sein, sodass der Einsatz eines Betonmischers oder einem elektrischem Rührgerät zu empfehlen ist. Am kritischsten ist die Zugabe von Wasser. Das Zementgemisch saugt das Wasser auf und wirkt lange Zeit zu trocken, bis es gesättigt ist und plötzlich zu einer flüssigen Pampe wird. Deshalb das Wasser immer nur in kleinen Mengen zugeben, verrühren und eine weitere Menge zugeben, bis eine gut formbare, plastische Masse erreicht ist. Es bedarf etwas Übung bis man die richtige Wassermenge abschätzen kann.


Kunststoffmodifizierter Zementmörtel

Unter Beimischung von Kunsstoffdispersion (1-20 %) wird die Eigenschaft von Zementmörtel  verbessert. Er wird elastischer (höhere Druck-, Zug-, Biegezug- und Scherfestigkeit), bildet härtere Oberflächen mit besserer Abriebfestigkeit und höheren Schlag- und Stoßwiderständen als unmodifizierter Mörtel. Außerdem ist die Wasserdichtheit höher. Fertigmischungen werden angeboten als Dünnbettmörtel, Fliesenkleber, Klebe- und Gewebespachtel, Dichtschlämme sowie für eine Reihe von speziellen Sonderaufgaben im Baugewerbe.
Verwendung :
Als Überzug zur Erzeugung einer Dekorschicht der Kunstfels Objekte . Als Funktionschicht von nicht belasteten Bereichen bei der Beschichtung der Teichfolie. Als Spachtel zur Einbettung von Armierungsgittern.
Rezeptur:
Am einfachsten ist der Kauf einer fertigen Mischung als Klebe- und Gewebespachtel, Dichtschlämme, Flexkleber, Dünnbettmörtel oder ähnliches. Entschliesst man sich zu einer eigenen Mischung so kann man wie bei dem normalen Zementmörtel ein Mischungsverhältniss von 3 Teile Sand und 1 Teil Zement als Grundlage wählen. Für Kunstfelsen ausserhalb des Wassers kann man die Mischung auf 2 Teile Sand zu 1 Teil Zement verändern. Der Mörtel wird dann glatter und lässt sich besser mit Texturen versehen. Im Unterwasserbereich ist aber die höhere Alkalität zu berücksichtigen, solange der Zement nicht ausreagiert ist. Deshalb sollte man hier die normale Mischung bevorzugen. Kunsstoffmodifizierter Mörtel unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, das das Anmischwasser weitgehend durch eine Acryldispersion ersetzt wird. Bei der Vergütung wird 100 % Wasser ersetzt durch 33% Kusnstoffdispersion und 67 % Wasser.
Durch die Wahl des geeigneten Zements und der Verbesserung der Mörtel Eigenschaften durch die Kunststoffdispersion lässt sich so ein hervorragender Werkstoff für den Über- und Unterwasserbereich erzeugen. In der Regel ist die eigene Mischung preisgünstiger als Fertigmischungen.


Polymermörtel / Polymerbeton

Im Polymermörtel wird das übliche Bindemittel Zement durch reaktive Kunstharze wie z.B. Epoxydharz ersetzt, bzw. der Zement hat nur noch die Funktion eines feineren Füllstoffs. Neben Sand können auch feine Dekorkiese als Füllstoff verwendet werden. Hier zeichnet sich ein Trend bei modernen Bodenbelägen ab. Das Endprodukt hat überragende Eigenschaften in allen Disziplinen ist aber kostenintensiv. Verwendung findet Polymerbeton daher vorwiegend als Reparatur- oder Klebemasse oder bei exklusiven Bauprojekten, sowie bei industriellen, formfallenden Bauteilen. Polymermörtel /-beton benötigt keine weiteren Armierungsmassnahmen.
Verwendung:
Als Dekorschicht zur Erzeugung einer Oberfläche aus Granit-oder Farbsanden.
Rezeptur:
10 Teile Sand auf 1 Teil Harz. Vorzugsweise Epoxyharz ohne Lösungsmittel. Zum Beispiel Artlake Beschichtungsharz im Mischungsverhältnis 100 zu 60 (Harz zu Härter). Es ist zu beachten, dass das Harz zum Ende der angegebenen Verarbeitungszeit blitzschnell aushärtet.  Die schnelle Reaktionszeit kann einen Laien überfordern.


Torfbeton Hypertufa

Der „Torfbeton“ ist in Deutschland weniger bekannt als in englischsprachigen Ländern. Durch die Beimischung von Torf und z.T. auch Perlite und Kokosfasern wird das Endergebnis leichter, poröser als normaler Beton. Es ist ein sehr guter Werkstoff um künstliche Steine, Felsen, oder alle Art von steinernen Gartenobjekten zu erstellen. Der Vorteil ist, dass die äußere Schicht des Hypertufas verwittert und Moos, Pilze oder gar Farne darauf wachsen. Trotz dieser Beschaffenheit ist es stabil und löst sich bei geeigneter Rezeptur nicht in Wasser auf.
Verwendung :
Zur Erzeugung von Kunstfelsen, künstlichen Steinen und Steinobjekten wie Skulpturen, Tröge, Wasserfälle, Trittsteine, Steinornamente etc.
Rezeptur:
Es gibt eine Vielzahl von Rezepturen für Hypertufa, die sich aber weniger in den Inhaltstoffen als durch die Mischungsverhältnisse unterscheiden. Hier ist ein Rezept für Hypertufa Kunstfelsen, die stark und wasserfest sein sollen.
1 Teil Zement, 1 Teil Sand, 2 Teile Torf, Kunststoffdispersion /Wassergemisch zum Anmachen. Für Leichtfelsen kann Sand teilweise oder ganz durch Perlite ersetzt werden.
Zement, Sand und Torf trocken vermischen. Die Anmachflüssigkeit langsam in Portionen zugeben und untermischen bis der Mörtel gesättigt ist. Die Mischung sollte nicht krümmelig aber auch nicht nässend sein. Anschliessend 10 Minten ruhen lassen und danach erneut durchmischen. Zum Testen des Mörtels mit den Händen eine Kugel formen. Diese darf nicht auseinanderfallen.

Copyright Glenk Teichbautechnik e.K.
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