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Fadenalgen im Schwimmteich

Algen
Fadenalgen im Teich
Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Fadenalgen mit lateinischer Klassifizierung, auf die hier nicht näher eingegangen wird, da sie im Wesen alle recht gleich sind. Gemeint sind hier somit alle grünen Algenarten, die an fadenförmigen Kolonien zu erkennen sind. Sie bilden Nester auf der Teichoberfläche oder heften sich an Teichgrund oder -rand an.
Tagsüber betreiben Fadenalgen Photosynthese und geben Sauerstoff an das Wasser ab. Nachts allerdings kehrt sich dieser Prozess um und sie entziehen dem Wasser Sauerstoff. Da auch Wasserpflanzen nachts keine Photosynthese betreiben und somit kein Sauerstoff von dieser Seite nachproduziert wird, fällt der Sauerstoffgehalt des Teiches in dieser Zeit stark ab.
Für ihr Wachstum benötigen Fadenalgen unter anderem Kohlenstoff. Diesen entziehen sie zunächst dem Wasser. Wenn kein Kohlendioxid (CO²) mehr vorliegt, ziehen Algen den Kohlenstoff aus der Karbonathärte (KH) des Teiches. Die Karbonathärte sinkt, was wiederum zum Nachteil des Teiches ist.
Fadenalgen kann man auch als sogenannte Zeigerpflanzen bezeichnen, da man an ihrem Vorkommen auch zum Teil auf die Wasserqualität schliessen kann. So fühlen sich Fadenalgen zum Beispiel bei niedrigeren pH-Werten des Wassers nicht wohl und es kommt eher selten zu einem Algenproblem.

Wann treten Fadenalgen vermehrt auf und was sind die Ursachen?
Zunächst kann man unterscheiden zwischen unveränderlichen Gründen (Wechsel der Jahreszeiten, Umgebung) und beeinflussbaren Ursachen.

Im Frühjahr beginnen Fadenalgen vor allen anderen Pflanzen mit dem Wachstum (bereits ab ca. 2°C) und können somit konkurrenzlos in die Saison starten. Oftmals finden sie am Boden des Teiches auch noch eine nährstoffreiche Mulmschicht vor,  so dass der ersten Algenblüte nichts im Weg steht.
Im Sommer werden die Algen durch Lichteinstrahlung, Temperaturen und eventuellen Sauerstoffmangel im Wachstum bestärkt.
Im Herbst finden Fadenalgen in nicht abgekeschertem Laub hinreichend Nährstoffe.
Zu guter Letzt im Winter sind sie die letzten Pflanzen, die ihr Wachstum wieder einstellen, so dass sie auch in den letzten Wachstumstagen wenig Konkurrenz fürchten brauchen.

Weitere Ursachen, die man als Teichbesitzer gut beeinflussen kann (und das teilweise schon mit Beginn des Teichbaus berücksichtigen sollte):
Verwendete Kiesarten können Phosphat an das Wasser abgeben und damit das Wachstum der Fadenalgen begünstigen.
Ein schlecht gewählter Standort oder fehlende Kapillarsperre kann schon von vorneherein ein Algenwachstum forcieren: z.B. dadurch, dass Oberflächenwasser von stark gedüngten Feldern einfliesst oder zu viele Bäume in der Umgebung stehen, die das Wasser durch Blätter und Pollen mit Nährstoffen anreichern. Auch eine komplett schattenfreie Teichoberfläche ist eher ungünstig, da die Algen durch den starken Lichteinfall hervorragend Photosynthese betreiben können.
Befüllt man den Teich zum ersten Mal oder nach einem Absenken des Wasserspiegels, sollte man sich über den Phosphatgehalt des Trinkwassers informieren, da das Trinkwasser in Deutschland meistens phosphatiert ist.
Mangelnde Pflege des Teiches mündet oftmals in einer erhöhten Nährstoffkonzentration. Ist man zum Beispiel zu bequem, um den Mulm am Boden abzusaugen oder abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen, erreicht man dadurch einen erhöhten Nährstoffgehalt des Teiches.

Maßnahmen zur Fadenalgen Beseitigung
Um sich für die richtige Maßnahme zu entscheiden, sollte man zunächst einmal zwischen akuten und längerfristigen Lösungen unterscheiden.

Fadenalgen-faengerIn Teichforen wird das Abfischen von Fadenalgen als die beste, weil schonenste Methode genannt. Dazu gibt es Hilfsmittel wie z.B. den Fadenalgenfänger https://topteich.de/Fadenalgenfaenger . Das Abfischen ist aber nicht ohne Tücken. Es funktioniert gut, solange die Fadenalgen frisch und stabil sind. Fangen sie an abzusterben, ist ihr Gerüst locker, schleimig und zerfällt schnell. Dann lassen sich die Algen nicht mehr so einfach mechanisch entfernen. Die Teilstücke treiben auseinander und bilden Sporen für neues Algenwachstum. Auch andere Ratschläge aus den Teichforen sind mit Vorsicht zu betrachten. Etwa das Aufsalzen des Wassers oder das Senken des pH Wertes in den sauren Bereich. Eine drastische Veränderung der Wasserparameter hat auch immer negative Folgen. Häufig liest man den Tipp durch zusätzliche Wasserpflanzen das Algenwachstum einzudämmen. Das klingt logisch, denn der Nährstoffgehalt wird verringert. Das passiert vorwiegend in der Wachstumsphase. Auch ist darauf zu achten, das abgestorben Pflanzenteile aus dem Wasser entfernt werden. Paradoxerweise wird man am Ende feststellen, dass ich Fadenalgen besonders gerne in Pflanzennähe ansiedeln.
Ist es zu einer explosiven Fadenalagen Vermehrung gekommen, ist der Einsatz von Algenvernichter eine Möglichkeit die Verbreitung wieder zustoppen. Hierbei ist besondere Sorgfalt geboten. Das beginnt schon bei der Auswahl des richtigen Mittels. Es werden im Handel "rein biologische Fadenalgenvernichter" angeboten, die zu einer gravierenden Phosphatüberdüngung führen, die sich kaum noch rückgängig machen lässt. Kupferhaltige Mittel stehen im Verdacht sich im Teich anzureichern und in der höheren Konzentration auch die Wasserpflanzen, Bakterien und sonstige Teichbewohner zu schädigen. Bei vorschriftsmäßiger Dosierung wird dies kaum vorkommen, aber ein Dauereinsatz kann negative Folgen haben. Bei der Auswahl eines Algenmittels sollte man einen "worst case" im Hinterkopf behalten. Kann man das Teichwasser wieder auf die ursprünglichen Parameter zurückführen, oder ist die Veränderung irreversibel? Fadenalgen PhotosyntheseblockerDie Algenmittel https://topteich.de/Photosynthese-Blocker-gegen-Fadenalgen-und-Folienbelag oder https://topteich.de/algisin behindern die Lichtaufnahmen und damit die Photosynthese der Fadenalgen. Wachstum und Vermehrung wird gestoppt. Um eine Resistenzbildung zu verhindern, haben wir zwei unterschiedliche Mittel im Sortiment, sodass man wechseln kann wenn die Wirkung nachlässt. Beide Mittel werden durch UV-Licht abgebaut. Es bleiben keine Rückstände im Teich.
Kontaktmittel wie Aktivsauerstoff wirken sehr schnell, allerdings nicht sehr nachhaltig. Es ist abzusehen, das Mittel auf der Basis von Peroxyd vom Markt verschwinden werden. Der Gesetzgeber verstärkt die Kontrolle von Substanzen, die zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden können.

Fadenalgen sind zäh und lassen sich von sanften Methoden oder homäopathischen Mitteln wenig beeindrucken. Dennoch gibt es einige Maßnahmen die Erfolg versprechen.

Phosphatbinder BlockDen Phosphatgehalt senken
Der polymere Phosphatbinder ist seit einigen Jahren auf dem Markt und arbeitet recht erfolgreich. Erhältlich als Phosphatbinderblock https://topteich.de/phosphatbinder-block ist er anspruchslos in der Anwendung und zeigt messbare Wirkung. Ein Phosphatbinder ist allerdings kein Algenmittel und wirkt daher nicht sofort sondern verbessert auf längere Sicht das Wassermilieu durch Nährstoffverknappung. Vor der Anwendung sollte der Phophatgehalt gemessen werden. Ist der Wert durch den Einsatz eines falschen Algenmittels um ein hundertfaches erhöht, kann auch ein Phosphatbindemittel nicht mehr helfen. Dann ist ein kompletter Wasserwechsel erforderlich.

Starke Strömung vermeiden
Häufig werden insbesondere in Koi-Teichen starke Umwälzpumpen eingesetzt. Dahinter steht die Empfehlung das Wasservolumen X-mal pro Tag umzuwälzen. Fadenalgen lieben eine starke Strömung. Deshalb sollte man Einströmdüsen, die einen Unterwasserstrahl erzeugen vermeiden.

Pflanzzonen abgrenzen
Wie bereits erwähnt bilden sich Fadenalgen mit Vorliebe in bepflanzten Teichzonen. In dem flachen Wasser ist die Lichtdurchdringung sehr hoch es sind durch die organischen Zersetzungsprozesse ausreichend Nährstoffe vorhanden. Werden diese Bereiche durch eine Mauer oder Drahtzaun abgegrenzt oder besser noch als separates Becken ausgelegt, hat man die Verbreitung der Algen spürbar eingedämmt.

Sedimente und Laub absaugen
Wird das organische Material aus dem Teich entfernt, haben die Algen einen geringeren Nährboden und die Vermehrung wird gebremst.

Copyright Glenk Teichbautechnik e.K.
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