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Blattdüngung von Teichpflanzen zur Eindämmung der Algenbildung

Algen
Blattdüngung von Teichpflanzen
Schwimmteiche und Naturpools gehören zu den oligotropen Gewässern. Der Gehalt an Makronährstoffen wie Phosphat und Stickstoff wird durch das Filtersystem auf einem niedrigen Niveau gehalten um Schwebealgen zu bekämpfen. Dadurch erhält das Wasser die gewünschte Klarheit. Durch das klare Wasser ergeben sich für Fadenalgen und Schmieralgen gute Wachstumsbedingungen, da die Lichtverhältnisse bis auf den Grund Energie für die Photosynthese bereitstellen. Die höheren Arten wie die Sumpf- und Wasserpflanzen haben es in einer oligotropen Umgebung schwerer , denn ihnen fehlen nicht selten die Bausteine für ein schnelles und üppiges Wachstum. Das liegt nicht an einem Mangel an Makronährstoffen. Phosphat und Stickstoff werden über die Luft und durch den Regen auch in einem stehenden Gewässer permanent eingetragen. Oftmals fehlen wichtige Spurenelemente für den Aufbau der Grünmasse bei den komplexer strukturierten Teichpflanzen. Wenn diese Spurenelemente oder Mikronährstoffe nicht zur Verfügung stehen, werden auch weniger Makronährstoffe aufgenommen. Das kommt wiederum dem Algenwachstum entgegen. Wie kann man die Wachstumsbedingungen für die Teichpflanzen verbessern ohne gleichzeitig auch das Algenwachstum zu fördern?
Teichpflanzendünger
Spurenelmente wie Eisen, Zink, Bor, Mangan, Molybdän etc. werden durch das Abernten der Teichpflanzen im Herbst aus dem Schwimmteich entfernt. Das Gewässer verarmt, wenn diese Spurenelmente nicht wieder nachgereicht werden. Dafür wird im Handel flüssiger Teichdünger oder Düngekugeln bzw -zäpfchen bereitgestellt. Der flüssige Dünger verzichtet in der Stoffzusammensetzung auf Nitrate und Phosphate. Es muss das gesamte Wasservolumen aufgedüngt werden um eine ausreichende Verteilung der Spurenelemente zu erreichen. Das ist bei der durchschnittlichen Größe eines Schwimmteiches mit entsprechenden Kosten verbunden. Auch ist nicht eindeutig geklärt ob wirklich nur die Wasserpflanzen und nicht auch die Algen von der Aufdüngung partizipieren. Aus diesem Bewustsein heraus werden Düngekugeln angeboten, die man wurzelnah ins Substtrat steckt. Das suggeriert eine standortbegrenzte Düngemittelzugabe. Die Wasserpflanzen können die Kugeln nicht direkt verwerten. Diese müssen sich auflösen um pflanzenverfügbar zu sein. In durchströmten Kieszonen würde diese Lösung nicht im Wurzelraum verbleiben, sondern sich im Wasserkörper verteilen.
Es gibt aber eine Möglichkeit die Teichpflanzen mit Spurenelementen zu versorgen, ohne das diese das gesamte Wasser aufdüngen: die Blattdüngung.
Teichpflanzen Blattdüngung
Teichpflanzen BlattdüngungWasserpflanzen können nicht nur über die Wurzel, sondern auch über die Poren der Blätter wasserlösliche Nährstoffe aufnehmen. Dazu sind bestimmte Voraussetzungen notwendig. Die schwer löslichen Metalle als Spurenelemente werden mit Hilfe von Komplexbildnern pflanzenverfügbar gemacht. Sie können so als Nährlösung über die Blattporen der Wachsschicht bis zur Zellmembran der Teichpflanze vordringen und verstoffwechselt werden. Das Spurenelemente Konzentrat wird stark mit Wasser verdünnt und mittels einer Druckspritze fein verstäubt aufgesprüht. Dies sollte an bedeckten Tagen oder vorzugsweise in den Abendstunden erfolgen, damit der Feuchtigkeitsfilm möglichst lange auf dem Blatt bleibt und nicht durch die Sonne austrocknet. Bereits ausgetrocknete Spritzbeläge werden durch die Taubildung wieder gelöst und die Diffusion ins Blatt setzt sich fort. Die Blattdüngung sollte während der gesamten Wachstumsperiode in 1-2 wöchigen Abständen wiederholt werden. Diesem Aufwand stehen stehen eine Reihe von Vorteilen gegenüber.
Vorteile einer Blattdüngung von Teichpflanzen
  • sparsamer Einsatz von Düngemitteln aus Spurenelmenten zur Vermeidung von Mangelerscheinungen
  • höchstmögliche Düngeausnutzung durch gezielte Aufbringung
  • sehr schnelle Wirkung durch die großen Adsorbtionsflächen der Blätter
  • Kein Aufdüngen des gesamten Wasserkörpers
  • Auswaschungen durch Regen stellen keinerlei Beinträchtigung des Gewässers dar
  • die Aufnahme von Makronährstoffen (Phosphat, Nitrat) wird gefördert
  • verbessertes Pflanzenwachstum vermindert die Algenbelastung durch den Nährstoffverbrauch
  • Die Teichpflanzen sehen besser aus und werden kräftiger
  • Es reichern sich keine synthetische Chelatoren im Gewässer an
Copyright Glenk Teichbautechnik e.K.
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