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Artlake - Kunstfels Verbundbeschichtung für Teichbau und Gartengestaltung

Artlake
Spröde Werkstoffe mit niedrigem Elastizitätsmodul wie Mörtel/Beton bedürfen einer Verstärkung um ausreichend tragfähig zu werden. Dies gilt insbesondere für dünnwandige Schichten. Im Artlake System wird das Prinzip der „textilen Bewehrung“ angewendet. Diese Armierung besteht aus speziellen, alkaliresistenten Glasfaser-Gittermatten. Im Gegensatz zu einer metallischen Armierung braucht eine textile Bewehrung keine deutliche Betonüberdeckung als Korrosionsschutz. Sie ist ideal für den Wasserbau. Die Gittergewebe(n) werden oberflächennah eingelegt. Die höchste Festigkeit wird durch zwei Lagen Gittergewebe erzielt. Alternativ kann für die untere Lage ein spezielles Membranvlies eingesetzt werden. Diese Variante wird vorzugsweise beim vermörteln der Teichfolie eingesetzt. Die Herstellung einer dünnwandigen und dennoch stabilen Schicht erfolgt in der Artlake Bauweise in mehreren Schritten. Die entgültige Wandstärke des Textilbetons ergibt sich aus der Summe der einzelnen Schichten. Das klingt zunächst kompliziert, erweist sich aber in der praktischen Handhabung als sehr einfach. Zudem hat diese Textilbeton Bauweise eine Reihe von Vorteilen:
1.Durch den schichtweisen Aufbau lässt sich die Gesamt Schichtdicke gut kontrollieren.
2.Weniger Mörtelverbrauch senkt die alkalische Wasserbelastung
3.Die einzelnen Schichten können unterschiedlich durch andere Gewebematten oder Mörtelmischungen modifiziert werden
4. Nur die Dekorschicht wird bei Bedarf eingefärbt
5. „Fehlerhafte“ Stellen sind leicht zu reparieren.
6. Die Schichtdicke kann gezielt auf die Beanspruchung abgestimmt werden.
7. Textilbeton ist um ein mehrfaches stabiler als normaler Beton.
Artlake Verbundschicht Aufbau

Artlake Spezialmaterial
Das Artlake Beschichtungsverfahren baut auf den in der Bauindustrie bekannten und bewährten Prinzipien der Sandwich-Bauweise auf. Es werden optimierte Materialien für den Teich- oder Objektbau eingesetzt, die verbesserte Eigenschaften in der Verarbeitung, der Festigkeit oder der Einbettung aufweisen.
Trägervlies Unterseite  Trägervlies Oberseite
Trägervlies
Dieses Spezialvlies hat zwei Aufgaben. Es bildet den Haftgrund für den Beschichtungsmörtel und bildet die Trennlage zur Teichfolie. Zu diesem Zweck ist die Unterseite anders ausgeführt als die Oberseite. Die flauschige Oberfläche nimmt den Mörtel auf. Er verbindet sich mit den Fasern und haftet so auch an steileren Wänden während der Verarbeitung. Die Unterseite ist thermisch geglättet. Das verhindert, dass der nasse Mörtel bis auf die Folie „durchsuppt“. Die Folie ist von der harten Deckschicht entkoppelt und kann sich durch den Wasserdruck frei am Boden anlegen. Das Vlies ist relativ dünn und geschmeidig. Die Bahnbreite beträgt nur 1 m. Dadurch kann es ohne große Faltenbildung an nahezu jede Beckenform angeglichen werden.
 
Textile Bewehrung
Die Standard-Gittergewebematte hat eine größere Maschenweite als das übliche Putzgitter. Dadurch kann es vor dem Auftragen des Putzmörtels auf das Trägervlies gelegt werden. Der Putz kann das Gitter durchdringen und bindet die Matte ein.
Das erleichtert die Arbeit und sorgt für schnelle Fortschritte bei der Beschichtung großer Flächen. Das Gittergewebe gibt es in einer normalen und in einer selbstständig klebenden Ausführung.
Das Panzer-Gittergewebe hält hohen Belastungen stand. Es kann ein mehrfaches der Zugkräfte eines normalen Gittergewebes aufnehmen. Daher eignet es sich besonders für statisch beanspruchte Bauteile, wie z.B. einer Trennwand zur Kiesfilterzone.

Steinähnliche Oberflächen erzeugen
Mehrere Arbeitsschritte sind notwendig, bevor aus dem Beton eine Oberfläche wird, die wie ein künstlicher Felsen aussieht. Die Vorgehensweise ist ähnlich, unterscheidet sich aber im Detail, je nachdem ob ein Objekt erzeugt, ein Bauteil beschichtet oder ein Teichbecken vermörtelt wird.

Die Teichfolie beschichten
Unterlegvlies zum Schutz der Teichfolie auslegen 5-10 cm überlappen lassen.
Teichfolie (vorzugsweise EPDM) auslegen. Mehrere kleine Falten zu einer großen Falte zusammenziehen.
Trenn- und Trägervlies auslegen. Am Teichrand mit Erdnägel oder Steinen provisorisch gegen Abrutschen fixieren. 5-10 cm überlappen lassen.
Die erste Schicht Putzmörtel  mit der Kelle aufwerfen oder direkt mit der Zahnkelle auftragen.
Die Mörtelschicht mit der Zahnkelle durchkämmen und Rippen stehen lassen. 1-2 Tage Abindezeit zum Härten der Schicht abwarten. Vor dem Auftraggen der Folgeschicht mit Wasser benetzen.

Das Gittergewebe auflegen und andrücken. Eine zweite Schicht Putzmörtel mit der Glattkelle auftragen und durch die maschen drücken. Durch die Rippen entsteht ein dreidimensionaler Verbund.
Die grobe, feuchte Mörtelschicht mit dem nassen Pinsel oder Quast in Längsrichtung glätten.
Putzschicht vornässen. Dann Dichschlämme (optional eingefärbt) mit dem Quast auftragen. Feinen Quarzsand oder Farbsand auf die nasse Dichtschlämme streuen (Küchensieb) oder aufwerfen.
Hinweis
Die Verbundschicht sollte zeitweise angefeuchtet werden bis zum entgültigen Aushärten (20-28 Tage) mit eine Bauschutzfolie geschützt werden. Eine Dekorschicht aus Dichtschlämme ist in der ersten Phase des abbindens vor Niederschlag zu schützen. Ansonsten kann es durch den sauren Regen zu Kalkausblühungen kommen.

Wandflächen oder senkrechte Aufbauten beschichten
Bei der Beschichtung von senkrechten, geraden Wandflächen wird kein Trägervlies benötigt. Der Putzspachtel wird mit einer groben Zahnkelle direkt auf die Wand gezogen. Erst dann wird das Gittergewebe in den Putz gedrückt. Es ist zweckmässig, den Putzspachtel immer nur in Bahnbreite aufzutragen und dann das Gewebe einzuarbeiten. Auch hier müssen sich die Ränder der Bahnen immer 5-10 cm überlappen.Sind einige Quadratmeter beschichtet, wird die Oberfläche mit dem nassen Quast in horizontaler Bewegung geglättet. Da die Beschichtung nicht selbstragend ist sondern einen Verbund mit der Wand eingeht, ist in der Regel keine zweite Schicht erforderlich (ausgenommen Dekorschicht). Ist eine höhere Gesamtstabilität gewünscht, wird statt dem Standardgewebe die Panzerarmierung verwendet.
Klebemörtel auf Perimeterplatte
Putzmörtel armieren
Gittermatte einarbeiten
Deckschicht glätten

Dichtschlämme oder Mörtel einfärben
Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Artlake Verbundschicht zu colorieren
1. Tiefgrund mit Pigmenten oder Abtönfarben vermischen. Das ergibt eine lasurähnliche Farbe. Der Anstrich erfolgt mit dem Pinsel oder mit einer Druckspritze für Pflanzenschutzmittel auf der fertigen Verbundschicht. Verschiedene Farbtöne lassen sich gut auf der Oberfläche vermischen, wenn nass in nass gearbeitet wird.
2. Dispersionsfarbe mit Abtönfarbe vermischen und mit dem Quast aufstreichen. Verschiedene Farbtöne auf der Oberfläche vermischen, solange die Farbe feucht ist.
3. Dichtschlämme oder den Putzmörtel mit alkalirsesistenten Pigmenten einfärben und mit dem geeigneten Werkzeug auftragen. Farbige Akzente werden nachträglich mit einen Pinsel gesetzt. Dies geht am Besten wenn die Grundschicht noch feucht ist.
4. Dichtschlämme oder Mörtel zunächst mit einem Grundton einfärben. Nach dem Antrocknen mit einer Sprühpistole oder einem Flachpinsel verschiedene Farbschattierungen auftragen.
Teichbecken colorieren
Farbige Dichtschlämme
Farbiger Teichmörtel
Farbakzente im Moertel

Felsähnliche Oberfläche erzeugen
Durch das Besanden erhält der Mörtel eine natürliche, realitätsnahe Oberflächenstruktur. Es sollte nur feiner Sand mit einer Körnung 0,4-0,7 oder geringer verwendet werden. Dann bettet er sich gut in das Trägermedium ein. Man kann den Putz oder die Dichtschlämme auch direkt im feuchten Zustand besanden. Die Anhaftung ist allerdings geringer, als wenn ein transparenter Topcoat als Kleber eingesetzt wird.
Für Kunstfelsen oder andere Steinobjekte, die ausserhalb des Wassers stehen, kann man Parkettlack als Trägermedium aufpinseln. Für Unterwasser- oder den Übergangsflächen ist ein Harz (vorzugsweise Epoxyharz) die bessere Wahl. Bei der Verwendung von Harzen muss die Oberfläche bis auf eine Rstfeuchte unter 5% durchgetrocknet sein.
Der Feinsand wird mit einen Küchensieb aufgestreut oder mit Schwung gegen die Fläche geworfen. Nach dem Trocknen wird der überschüssige Sand abgefegt.
Klebelack auftragen
Kunstharz aufrollen
Kunstfelsoberfläche besanden
Kunstfels Sand aufwerfen

Die Spezialmaterialien für die Artlake Verbundbeschichtung bieten wir in unserem Shop www.topteich.de/artlake an. Ausgenommen sind handelsübliche Baustoffe wie z.b. Zement, Mörtel, Fliesenkleber etc.

Copyright Glenk Teichbautechnik e.K.
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